Wir haben gefragt und Sie haben geantwortet: Wie soll sich unser Dorf in den kommenden Jahren entwickeln? Zwischen November 2025 und März 2026 hat die Zukunftswerkstatt die Bürgerinnen und Bürger von Völkersbach zu zentralen Themen des Dorflebens befragt – Wohnen im Alter, Verkehr und Dorfbegegnung.

Wer hat teilgenommen?
428 ausgefüllte Fragebögen kamen zusammen – eine für ein Dorf dieser Größe bemerkenswerte Beteiligung. Besonders stark vertreten waren die 35- bis 64-Jährigen (Teilnehmerquoten von 27–30 % dieser Altersgruppen), etwas zurückhaltender beteiligten sich die unter 24-Jährigen und die über 75-Jährigen. Frauen (207) und Männer (198) sind nahezu gleich stark vertreten. 144 Teilnehmende leben schon über 15 Jahre in Völkersbach, 128 sogar schon ihr ganzes Leben.
Wohnen im Alter
Die meisten sind mit ihrer aktuellen Wohnsituation zufrieden (332 von 428 vergaben 4 oder 5 von 5 Punkten). Trotzdem plant nur eine Minderheit aktuell keine Veränderung im Alter (268 „nein“, aber immerhin 112 „vielleicht“). Beim Blick aufs eigene Zuhause sagen 183, dass es mit Umbaumaßnahmen altersgerecht wäre – nur 93 halten es schon jetzt für altersgerecht.
- Bevorzugte Wohnform im Alter: „Zuhause mit Unterstützung“ (126) und „Betreutes Wohnen“ (125) liegen fast gleichauf, dicht gefolgt von der Ablehnung eines Umzugs ins Seniorenwohnen (89)
- Wichtigste gewünschte Leistungen: Hilfe bei Ärzten/Einkauf (187), ein Notrufsystem (165) und Barrierefreiheit (158)
- Eine seniorengerechte Wohnanlage in Völkersbach können sich 303 der 428 Teilnehmenden zumindest „vielleicht“ vorstellen
Aus den freien Kommentaren: Immer wieder genannt wurden bezahlbarer Wohnraum, wohnortnahe ärztliche Versorgung, ein Einkaufsservice für Ältere und der Wunsch, im Pflegefall im gewohnten sozialen Umfeld bleiben zu können.
Dorfbegegnung
Hier liegt der eigentliche Auslöser für dieses Projekt: 52,6 % der Teilnehmenden hatten schon einmal das Gefühl, wichtige Informationen aus dem Dorf zu spät oder gar nicht erhalten zu haben. Als Hauptgründe wurden ein fehlender Veranstaltungskalender (146 Nennungen) und nicht digital verfügbare Informationen (142 Nennungen) genannt.
Auf die Frage, welche Angebote sich die Teilnehmenden für die Information im Dorf wünschen, lag die Dorf-Webseite mit 285 Stimmen ganz vorne, dicht gefolgt vom digitalen Veranstaltungskalender (278). Und genau danach gefragt, was auf einer zentralen Plattform im Internet stehen sollte, zeigt sich das gleiche Bild:

Ein Veranstaltungskalender für Völkersbach (339 Stimmen) und Nachrichten aus dem Dorf (320 Stimmen) waren die beiden mit Abstand meistgenannten Wünsche – genau das, was diese Website heute liefert. Die Umfrage war damit der entscheidende Auftrag der Bürgerschaft an die AG Dorfbegegnung, ein digitales Dorftor aufzubauen.
Weitere Ergebnisse: 64,5 % sind Mitglied in mindestens einem Verein. Bei den Wünschen für die eigene Freizeit außerhalb von Vereinen führen eine Reparatur-Werkstatt/Repair-Café (178) und ein Dorf-Flohmarkt (174) das Feld an.
Verkehr
323 der 428 Teilnehmenden fahren allein mit dem Auto zur Arbeit oder Schule – nur eine kleine Minderheit nutzt Bus/Bahn (45), das Fahrrad (10) oder geht zu Fuß (13). Gefragt, was sie motivieren würde, öfter zu Fuß oder mit dem Rad zu fahren, nannten die meisten sichere Wege (126).
- Ein Kreisverkehr am Ortseingang Richtung Albtal/Schöllbronn wird von 73,8 % befürwortet
- Tempo 30 auf Albtal- und Schwarzwaldhochstraße wünschen sich 53,7 % durchgehend, weitere 25,9 % zumindest auf den Durchgangsstraßen
- Ein Parkraumkonzept ähnlich Malsch befürworten 249 von 428
- Eine öffentliche Ladeinfrastruktur für E-Mobilität wünschen sich 59,1 %
- Bei einem sicheren, asphaltierten Radweg zeigt sich ein klares Gefälle: Richtung Schöllbronn wird er deutlich wichtiger eingeschätzt (156 von 428 vergaben die Höchstpunktzahl 5) als Richtung Malsch (hier votierten die meisten mit der niedrigsten Wichtigkeit)
Am häufigsten genannter Kritikpunkt beim Thema Parken: die Albtalstraße und der Metzgerbuckel. Bei den freien Kommentaren wurde vor allem die Geschwindigkeit auf der Albtalstraße als Sicherheitsproblem für Kinder auf dem Schulweg angesprochen.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Die Ergebnisse fließen direkt in die Arbeit der Arbeitsgruppen der Zukunftswerkstatt ein. Das digitale Dorftor – diese Website – ist die direkte Antwort auf den größten Wunsch aus der Umfrage. Weitere Themen wie Verkehrssicherheit und Wohnen im Alter werden von den jeweiligen Arbeitsgruppen weiterverfolgt.
Interaktives Dashboard mit allen Umfrageergebnissen aufrufen (Google-Konto erforderlich)
Die vollständigen Umfrageergebnisse gibt es auch als PDF zum Download (kein Google-Konto nötig).
